Datex-Perfekt News
2009-10-22
Zukunftsaussichten/Opaschowski

Vortragsveranstaltung am 04.02.2010, 18:00 Uhr, Sparkasse Kronach"Zukunftsaussichten! auch für unsere region?"

"Die Zukunft unserer Region liegt auch in unserer Hand – und wir können sie gemeinsam mitgestalten.“ In diesem Sinne wollen wir den Blick etwas über den „eigenen Tellerrand“ werfen und auf die zukünftigen Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft richten. Dazu berichten Vorstandsmitglieder von KRONACH Creativ von ihren eigenen Erfahrungen und freuen sich auf die gemeinsame Diskussion mit Ihnen.

Mehr erfahren Sie bei Kronach Creativ

Pressereaktionen siehe Link nach



Gedächtnisprotokoll einer Veranstaltung der BAYME
am 23. September 2009 im Landkreis Coburg
 
Die Megatrends für die nächsten 20 Jahre nach Horst W. Opaschowski
 
  1. Globalisierung der Arbeitswelt wird nicht zurückgedreht, er sieht aber einen Aspekt der Glokalisierung( Achtung - kein Schreibfehler) heraufziehen. Lokale Beziehungsgeflechte gewinnen wieder an Bedeutung.(Anm. des Verfassers:“All Business is lokal“) Zwischenbemerkung des Referenten:“Die Hälfte der MA verdient doppelt und arbeitet 3-fach“ oder „Immer weniger arbeiten immer mehr!“ – „In 20 Jahren hat jeder 2. keine Vollzeitbeschäftigung mehr.“


  1. Gleichgewichtsethik
    - Lebensbalance
    - Leistung und Lebensgenuß
    - Leistungsorientierung der Jugend steigt
    - jeder ist sein eigener (Lebens)-Unternehmer
    - „Schaffensfreude“


  1. Renaissance der Familie
    - Beständigkeit ist gefragt
    - Verlässlichkeit ist gefragt
    - Zahl der Scheidungen wird sinken
    - Verheiratungsbereitschaft und Selbständigkeit der Frauen nimmt zu, während die Männer eher „bremsen“. Die Männer bleiben sehr lange im häuslichen Umfeld(sog. „Mamonis“ in Italien)


  1. Arbeitswelt wird weiblicher
    - mehr weibliche High Potentials
    - mehr Frauen in Führungspositionen
    - verstärkter Rollenwechsel > Wer ist „verdientes“ Familienoberhaupt
    - Abschied vom Patriarchat >Beispiel: Schanghai ist weiblich – mehr als die Hälfte der Unternehmer sind weiblich


  1. Re-Start mit 50
    - Nachhaltigkeit vor Kurzfristigkeit
    - alternde Belegschaften (>steigende Kinderzahlen erst später relevant)

    - das Alter 50 wird nicht mehr als „Vorbereitung auf´s Abstellgleis“ sondern als Phase der (völligen?) Neuorientierung verstanden

    - man nimmt wieder Neues in Angriff

  1. Comeback mit 65
    - Alt ist man mit 72 (akt. Umfrage!!)
    - es zeichnet sich ein Ende des Jugendwahns ab
    - 73% sind bereits heute bereit länger zu arbeiten, (Interpretation des Verfassers: Daher die mangelnde Unterstützung von unten beim Protest gegen die Rente ab 67?)


  1. Wahlverwandtschaften oder „Soziale Konvoi’s“
    - „flexible Familien“
    - erweitertes Familienverständnis
    - so wenig Heime wie möglich
    >ambulante Pflegedienste ja
    >Heime nein
    >Servicewohnen, „Alte“ mieten für das Geld, das sie in einer Pflegeeinrichtung zu entrichten hätten eine Villa am Stadtrand und stellen Pflegepersonal selbst an


  1. Gesundheitsorientierung als Zukunftsreligion
    - aus Fitness wird Wellness
    - Vorsicht Wellstress


  1. nachhaltiger Wohlstand
    - Lieber gut leben, als viel haben
    - lieber glücklich als reich
    - Wie misst man Wohlstand? Herr O. stellt Wachstum als Zahl in Frage und sagt: wir verwenden die falschen Messzahlen!
    Bruttosozialprodukt oder Bruttosozialglück?
    - er sagt aber auch: „immer mehr können sich immer weniger leisten“

  2. Sehnsucht nach Sinn

- es gibt einen Hunger nach dem WARUM!
- es gibt einen Hunger nach Geld
- Menschen im Übergangsbereich zwischen Not und Überfluss geht es am besten!



Helmut Schiffner

20.10.2009


PS: In der Vergangenheit sind nach Angaben von Herrn Opaschowski 85% seiner Prognosen wie vorhergesagt eingetreten.


Literaturhinweise:
Herr Opaschowski hat zu diesen Themen 2 aktuelle Bücher veröffentlicht:

"Wohlstand neu denken" - Wie die nächste Generation leben wird
"Das Mosesprinzip" - Die 10 Gebote des 21. Jahrhunderts




Memory record of a conference of BAYME on 23rd September 2009 in Coburg

Mega trends for the next 20 years according to Horst W. Opaschowski

(http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_W._Opaschowski)

  1. Globalisation of working environment but also aspects of “glocalisation”, due to local circumstances, will increase.

Local networks will become more and more important again (annotation of the author: “All business is local.”). Incidental remark of the assistant: “Half of employees earn double and work triple” or “Less people work more and more!”

- Within the next 20 years every second employee won’t have a full-time job anymore.


  1. Balance Ethics

    • Life balance

    • Performance and enjoyment of life

    • Youth’s commitment to performance continues to rise

    • Everybody is his or her own (life-)manager

    • Enthusiasm


  1. Renaissance of family

    • Constancy and reliability are demanded

    • Number of divorces will decrease

    • The willingness for marriage and the indepence of women will increase, whereas men will tend to “slowdown”. Men stay in their domestic environment for a very long time (so-called “Mamonis” in Italy)


  1. Working environment will be controlled by women

    • more female high potentials

    • more women in leading positions

    • intensified role reversal > Who is “earned” head of family?

    • Valediction of patriarchy > Example: Shanghai is female – more than half of managers are female.


  1. Restart with 50

    • Sustainability before short-term employment

    • Aging staff (> increasing number of children isn’t relevant for the moment)

    • The age of 50 will not be understood as a preparation for “being shelved” but as a phase for a total reorientation.

    • New things will be tackled again.


  1. Comeback with 65

    • The “real” age starts with 72 (current survey result!)

    • Youth mania seems to come to an end.

    • 73% of employees are already prepared to work for a longer period (interpretation of author: Could that be the reason for the lack of support by the “basis” for protesting against retirement pension starting at the age of 67?)


  1. Elective affinities or “Social Convoys”

    • “Flexible families”

    • Extended family understanding

    • As less nursing homes as possible

> Ambulant nursing staff is accepted

> Nursing homes are not desired.

> “Service living”, “Olds” rent a villa at the outskirts and engage nursing staff themselves instead of renting a room in a nursery home.


  1. Health orientation as a future religion

    • Fitness turns into wellness

    • Watch out for “well stress”!


  1. Sustainable prosperity

    • Better leading a good life instead of owning much

    • Better being happy than rich

    • Which way can prosperity be determined? Mr O. queries growth as the relevant figure for calculation and says: We use the wrong indexes!

Gross national product or gross national luck?

    • But he also says: “More and more people can afford less and less.”


  1. Longing for the meaning

    • There is a longing for the “Why”!

    • There is a longing for money.

    • People in transition zone between misery and wealth feel best!


Helmut Schiffner

20.11.2009


PS: According to Mr Opaschowski, 85% of his predictions really happened in the past.


Literature will soon be available on http://www.datex-perfekt.de/datex1/index.php?site=news


Bibliography:


Mr. Opaschowski puplished 2 books referring to these current subjects:


“Wohlstand neu denken – Wie die nächste Generation leben wird.” (Prosperity in a new way – how the next generation will live).

“Das Mosesprinzip” – “ Die 10 Gebote des 21. Jahrhunderts“. (Principle of Moses – the 10 commandments of the 21st century).



 



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